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Sessenheim
(Kanton Bischwiller, Kreis Haguenau, département Bas-Rhin) zählt
1790 Einwohner, liegt an der Eisenbahnlinie Strasbourg- Lauterbourg sowie
an der Autobahn Nr A35 Ausfahrt 54.
Der Name
des Orts wird 775 urkundlich belegt. Ein Tumulus (Ebersberg, später
als Friederikenruhe, in Sessenheim Goethehügel bezeichnet) zeugt
als Grabstätte von keltischer Besiedlung (2000 bis 900 vor Christus).
1359 geht
Sessenheim mit zehn Dörfern des Uffriet als landgräfliches Lehen
an Heinrich von Fleckenstein über. 1543 wird der Übergang zum
Luthertum vollzogen. Der 30jährige Krieg verwüstet und entvölkert
das Dorf, in dem 1659 die ersten schweizer Einwanderer eintreffen. Weiteres
Unheil erfährt der Ort durch die Armee von Turenne (1673 - 77) sowie
Kampfhandlungen im spanischen Erbfolgekrieg (1705 - 1706) und Plünderungen
durch die Panduren des kaiserlichen Heers (1744).
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| Links
oben: früheres Rathaus und katholische Shule von Sessenheim.
Mitte : Tumulus (Friederikenruhe). Rechts : frühere evangelische
Schule. Farbig : evangelische Kirche |
Das
Simultaneum wird der Pfarrei aufgezwungen. Während der französischen
Revolution legt das Dorf, trotz Eidesverweigerung und Flucht der evangelischen
und katholischen Geistlichen, Begeisterung an den Tag, und 1791 zeichnet
sich die Nationalgarde durch besondere revolutionäre Gesinnung
aus. 1793 wird der Ort durch Kroaten vorübergehend besetzt.
1912 wird das Simultaneum aufgehoben mit dem Bau einer katholischen
Kirche. Die protestantische Kirche wird erweitert.
Im September 1939 wird die Bevölkerung bis Oktober 1940 in die
Haute -Vienne evakuiert. Anfang 1945 erlitt Sessenheim schwere Schäden
und zählte 11 Zivilopfer sowie 26 Gefallene.
1954 wird das neue Schul - und Mairiegebaüde eingeweiht.
Die Häuser und Höfe werden wieder aufgebaut . Das Goethe
- Mémorial wird eingerichtet , die beiden Kirchen erneuert
, eine Kläranlage , ein Lokal für die Feuerwehr , eine Werkstatt
für die Gemeindearbeiter , eine Schulbibliothek werden gebaut
. Ein Gemeindehaus trägt auch dazu bei , das Leben in der Ortschaft
schöner zu gestalten. |
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